Tagesgeldvergleich und aktuelle Infos

Tagesgeldvergleich und aktuelle Infos

Ohne ein entsprechendes Bankkonto ist heutzutage der Alltag nur sehr schwer zu bewältigen. Durch die Übertragung des Geldes auf ein Giro- oder Tagesgeldkonto geht rein rechtlich auch das Eigentum auf die Bank über. Die Banken versuchen dann mit dem vom Bankkunden geliehenen Geld mehr Zinsen zu verdienen, als sie ihren Kunden wieder an Zinsen bezahlen.

Deshalb ist es von großer Bedeutung, bei entsprechenden Vergleichen neben den Renditegesichtspunkten auch ein Hauptaugenmerk auf den Sicherheitsaspekt zu legen. Hier geht dann Sicherheit vor, auch wenn die „sichere Bank“ einige Zehntelprozentpunkte weniger an Zinsen anbietet, als die entsprechende Konkurrenz-Bank. Deshalb sind neben der Vergleichszahl in Form von Verzinsung-Prozentsätzen beim Tagesgeldkontovergleich noch weitere Kriterien ausschlaggebend.

Dazu gehört auch beim Tagesgeld , dass die Einlagen über einen Sicherungsfonds aus einem wirtschaftlich starken Land geschützt sind und die Bank sollte eine gute Bonitätsbewertung ausweisen.

Einlagensicherung wichtig bei Vergleichen

Wenn eine Bank innerhalb der Europäischen Union (EU) in die Pleite geht, sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und pro Bank gesetzlich abgesichert. Bei Eheleuten erhöht sich der Schutz bei Gemeinschaftskunden auf 200.000 Euro. Das hat zur Folge, dass die Bankkunde per Gesetz einen Anspruch auf eine entsprechende Entschädigung bis zur der davor erwähnten Höhe hat und er notfalls vor Gericht diese Entschädigungssumme einklagen kann. Die garantierte Summe beinhaltet auch die entsprechenden Anspruchsleistungen auf die vereinbarten Zinszahlungen.

Damit von den Banken dieser gesetzliche Anspruch erfüllt werden kann, sind von den Banken gemeinsame Einlagensicherungsfonds aufgelegt worden. Hierbei haften die Banken gegenseitig für die Einlagen ihrer Sparer. Die entsprechenden Sicherungsfonds werden durch der Mitgliedsbeiträge der entsprechenden Banken finanziert und sind auch in der Lage, Nachforderungen an die Mitglieder zu erzwingen, sollte bei einer Pleite das Geld des Sicherungsfonds nicht ausreichen, um alle davon betroffenen Sparer zu entschädigen.

Da die Banken mit den Einlagen der Sparer auch arbeiten müssen, ist es nachvollziehbar, dass nicht die ganze Summe der Spareinlagen bei einem Sicherungsfonds hinterlegt sein sollte. Somit ist dieses Kriterium für einen Tagesgeldzinsen Vergleich nur ein Anhaltspunkt, der zu beachten ist.

Denn in einer schweren Krise des Bankensektors hat die Einlagensicherung eine Schwachstelle. In einer solchen Situation müssen andere Banken Geld nachschießen, wenn das eine oder andere Bankhaus in Insolvenz gegangen ist. Diese übrigen Banken werden dann vermutlich kaum in der Lage sein, für die Einlagen von Wettbewerbs-Banken zu bezahlen. Deshalb ist es wahrscheinlicher (wie auch 2008 geschehen), dass die einzelnen Staaten einspringen müssen, um die Verluste auszugleichen.